Barfuss unterwegs

Es vergeht fast kein Tag an dem ich nicht Barfuss unterwegs bin. Okay, erwischt, im Winter trage ich meistens noch Schuhe.

Vor ein paar Wochen ging ich auf eine Wanderung in die Berge und stellte voller Erstaunen fest, dass auf dem ganzen Weg noch Schnee lag. Barfuss durch den Schnee laufen - yeah!

Zum Glück gab es dann immer wieder Stellen an denen das erste Grün zum Vorschein kam, meine Füsse waren dankbar.

Ich fahre meistens sogar Barfuss mit dem Auto. Und entgegen der allgemeinen Meinung (dem Gesetz?!) denke ich nicht, dass ich dadurch im Notfall weniger schnell auf die Bremse drücken kann.

Das Gegenteil ist der Fall. Barfuss nehme ich die Pedale viel bewusster wahr, als wenn ich eine Isolation um meine Füsse trage.

Für mich hat Barfuss laufen viel mit Achtsamkeit zu tun. Es ist eine bewusstere Art des Gehens. Häufiger gehe ich langsamer als hätte ich Schuhe an, achte mehr auf die Umgebung und den Boden.

Zudem glaube ich dass es gesünder ist Barfuss zu laufen. Die Schuhsohlen verweichlichen den Fuss. Geschlossene Schuhe lassen den Fuss nicht atmen. Magst Du es eingesperrt zu sein?

Der Anfang Deiner «Barfuss-Karriere» mag schwierig sein. Die Fusssohlen haben sich an die schützende Funktion der Schuhe gewöhnt. Es gibt keinen Grund für den Fuss eine Hornhaut zu bilden (ausser vielleicht bei Druckstellen).

Das einzige was hilft? Fang klein an.

Mit der Zeit gewöhnt sich Dein Fuss daran Barfuss unterwegs zu sein. Die Hornhaut wird nicht übermässig dick, sondern wie eine feine Lederschicht, die Deinen Fuss vor dem Schlimmsten schützt (vielleicht trotzdem nicht unbedingt über Scherben laufen).

Viel Spass beim Barfuss unterwegs sein!

Alles Liebe,

Unterschrift

Nathanael Dalliard
nathanael@dalliard.ch

PS: Bist Du Barfuss unterwegs? Schreib mir eine E-Mail und teile Deine Erfahrungen. Ich freue mich von Dir zu lesen!