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China

Nachdem ich den letzten Newsletter verschickt habe, gab es doch einige Nachfragen bezüglich China. Da möchte ich nicht versäumen, das auch gleich öffentlich im Tagebuch festzuhalten.

Und bevor jetzt neue Leser verwirrt sind: Momentan kannst Du Dich nicht in den Newsletter eintragen. Diese Funktion baue ich in ungefähr einer Woche ein, nachdem ich den Norden von Vietnam mit dem Motorbike entdeckt habe. Falls Du aber trotzdem jetzt schon dabei sein möchtest, schreib mir einfach eine E-Mail und ich trage Dich von Hand ein.

Ich fange etwas früher an, denn ich war im Jahr 2013 bereits in China. Damals war ich im Kontext der NLP-Trainer-Ausbildung dort. Wir waren damals als Gruppe für eine Woche in Guangzhou. An so viele Details kann ich mich gar nicht mehr erinnern. Es war eher ein Herunterkommen von den vorherigen Reisen. Wenn ich mich recht entsinne, waren wir vorher in Thailand und Hong Kong. Wir haben einige Märkte besucht. Einige haben sich massgeschneiderte Anzüge machen lassen, ich habe mir einen Amethyst gekauft, da ich damals eine gewisse Anziehung für diesen Stein empfunden habe. Ein Mitreisender hat so viel eingekauft, dass er sich einen zweiten Koffer kaufte. Darin hat er dann alle Einkäufe gepackt. Und den Koffer nach Deutschland verschifft. Beim Auswärtsessen war das Besteck immer in Plastik eingeschweisst. Wir haben eine Gans gegessen für die es ein Zertifikat gab. Und es war spannend zu beobachten, wie immer mehr Geschäfte geschlossen haben, weil das chinesische Neujahr nahte. Die Leute in der Stadt besuchen zu Neujahr ihre Familien auf dem Land. Unser Abflugtag war genau an Neujahr und wir hatten Schwierigkeiten, ein Taxi zum Flughafen zu bekommen. Weisst Du noch was ich am Anfang des Absatzes meinte? Dass ich mich kaum an Details erinnere. Ist wohl doch mehr hängen geblieben als ich dachte. Und nach Herunterkommen klingt das auch nicht wirklich.

Das ist interessant. In einer Woche in China im Jahr 2013 scheine ich mehr erlebt zu haben als in den letzten drei Wochen in China. Aber lass erstmal sehen, was ich erlebt habe.

Ich habe in China eine Freundin besucht. Kathryn. Kennengelernt in Thailand. Es hat gefunkt und wir dachten beide, dass daraus etwas werden könnte. Hat sich dann aber schnell herausgestellt, dass wir wohl doch nicht so kompatibel sind. War alles gegenseitig, also kein Herzschmerz. Das ist aber eine andere Geschichte.

Kathryn wohnt und arbeitet in Beijing. Sie lehrt chinesische Kinder die englische Sprache. Sie selbst ist in Georgien geboren, wurde adoptiert und ist in Virginia aufgewachsen. Nachdem ich jetzt drei Wochen in Beijing war, habe ich einen riesen Respekt vor dem Schritt, den sie gemacht hat. Einfach vom einen Ende der Welt ans andere Ende der Welt gehen und Kindern etwas beibringen. Und das noch in einer Stadt, in der kaum Englisch gesprochen wird. Das hat mich sehr erstaunt, denn immerhin ist Beijing die Hauptstadt von China. Natürlich wäre ich irgendwie mit Google Translate zurecht gekommen, aber ich war schon froh, dass ich Kathryn hatte, während meiner Zeit in Beijing.

Wir haben an ihren Wochenenden, immer Montag und Dienstag, etwas zusammen unternommen. Das Highlight war die chinesische Mauer, die sich durch das Land schlängelt. Es gibt einen riesigen Park inmitten von Beijing. Ich mag es, wenn eine Stadt auch etwas an Grün zu bieten hat. Aber hauptsächlich hat Kathryn tagsüber unterrichtet und wir haben an den Abenden Zeit mit Spaziergängen und Gesprächen verbracht. Gelegentlich waren wir auch beide einfach in unseren Geräten (Smartphone und Laptop) versunken. Was habe ich tagsüber gemacht? Viel gegrübelt, durch die Stadt gelaufen, meditiert, gelesen und am neuen Blog gearbeitet. Also nicht wirklich etwas Weltbewegendes.

Und das war auch genau richtig so. 2013 ging es noch darum, so viel wie möglich in der einen Woche zu erleben. Dieses Mal ging es eher ein bisschen um Selbstfindung, um die Stille und die Entschleunigung. Das ist wie Ebbe und Flut. Alles zu seiner Zeit und in der richtigen Balance. Den Grossteil des Jahres für Geld zu arbeiten, um sich dann ein paar wenige Wochen Ferien zu gönnen, ist auch nichts anderes als Ebbe und Flut. Nur weiss ich nicht, ob da die Balance stimmt. Für manche tut es das vermutlich. Für andere nicht.

Sollte es ein nächstes Mal geben, werde ich auf jeden Fall aufs Land gehen. Das führt mich automatisch zu einem anderen Thema. Denn ich möchte unbedingt auch noch meine Gedanken zum Reisen allgemein teilen. Über die Art zu Reisen. Meine Art zu Reisen. Aber da der Text doch etwas lang wird, schreibe ich morgen dazu etwas. Sei gespannt.

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