Was weisst Du wirklich?

Seit wir Kinder sind, wird uns immer wieder Wissen vermittelt. Zuerst von unseren Eltern, später von Lehrern und Freunden.

Wir nehmen Dinge, die wir lernen, als Fakten auf und hinterfragen diese oft nicht mehr. Aus biologischer Sicht ist das sinnvoll. Stell Dir vor, Du würdest jedes Mal hinterfragen, ob der Boden unter Deinen Füssen vielleicht doch nicht fest ist oder Du Dich an der heissen Herdplatte vielleicht doch nicht verbrennst.

Zwischenmenschlich kann Wissen gefährlich sein. Du verschliesst Dich dadurch oft für neue Ideen. Setzt Scheuklappen auf und hältst an falschen Vorstellungen davon, wie die Welt ist fest.

Die Grenzen zwischen Wissen und Glauben sind verschwommen.

An Sachen zu glauben ist nichts verkehrt. Mir hilft es, wenn ich weiss, dass Aussagen meiner Mitmenschen nicht immer Wissen (oder Fakt) sind. So kann ich viel besser Meinungen stehen lassen und bin gleichzeitig auch offen für andere Ansichten.

Jeder einzelne Mensch hat seine Sicht auf die Welt. Deine Welt, meine Welt. Die Aussage «In meiner Welt sehe ich das so und so» hilft in der Kommunikation. Das Gegenüber fühlt sich dann nicht direkt angegriffen und in Frage gestellt.

Der Grossteil dessen, was wir im Laufe eines Tages von uns geben, ist Glaube und nicht Wissen. Und jeder kann glauben was er will.

Alles Liebe,

Unterschrift

Nathanael Dalliard
nathanael@dalliard.ch

PS: «Je mehr Du weisst, desto mehr weisst Du, dass Du nichts weisst.» — Aristoteles